Selbständigkeit

Der Weg in die Selbstständigkeit ist eine Entscheidung, die im Vorfeld gründlich überlegt und geplant sein muss. Um selbstständig zu sein, reicht formell gesehen eine einfache Gewerbeanmeldung aus. Doch um sein Geschäft langfristig erfolgreich zu führen, bedarf es einer gründlichen Analyse der Rahmenbedingungen und Voraussetzungen. Aus den häufigsten Fehler anderer lernen: An dieser Stelle haben wir Ihnen eine grobe Checkliste mit den wichtigsten Punkten und Tipps zur Existenzgründung erstellt. Tipp: Zu allen Punkten finden Sie in unserem Portal weiterführende Informationen. Nutzen Sie für eine Recherche unsere Navigation oder Suchfunktion.

  1. Ein Businessplan ist die schriftliche Ausarbeitung Ihrer Geschäftsidee und Ihres Vorhabens. Auch wenn externe Geldgeber wie Banken und Kreditanstalten immer einen Businessplan verlangen, sollten Sie auch für sich selbst einen genauen „Fahrplan“ ausarbeiten. Analysieren Sie den Bedarf Ihrer Kunden und richten Sie Ihr Angebot „bedarfsgerecht“ aus. Stellen Sie die Einzigartigkeit Ihrer Firma immer in den Vordergrund. Berücksichtigen Sie auch die Konkurrenzsituation und den richtigen Standort.
  2. Halten Sie die Verbindlichkeiten am Anfang immer so gering wie möglich! Verzichten Sie – sofern möglich – auf vermeintliche Steuersparmodelle wie Leasing oder Ratenkauf. Die laufenden Kosten müssen Sie erst einmal erwirtschaften, um von dem übrig gebliebenen Anteil zu existieren. Auch mit der Einstellung von Mitarbeitern sollten Sie vorsichtig agieren. Greifen Sie lieber vorerst auf günstigere Teilzeitkräfte zurück.
  3. Verlassen Sie sich nicht nur auf „einen“ Auftraggeber oder Großabnehmer, sondern suchen Sie nach weiteren Geschäftspartnern. Seien Sie auch vorsichtig, wenn Sie in Form einer „Auslagerung“ nunmehr für Ihren bisherigen Arbeitgeber auf eigenverantwortlicher, selbstständiger Weise agieren. Wenn Sie auf Dauer nur für einen Auftraggeber tätig sind, besteht das hohe finanzielle Risiko einer möglichen Scheinselbstständigkeit.
  4. Haben Sie viel Geduld und Ausdauer. Erfahrungsgemäß braucht es einige Jahre, bis sich Ihre Selbstständigkeit finanziell auszahlt. Schaffen Sie sich finanzielle Rücklagen für mögliche Engpässe oder vermeintliche Zahlungsausfälle Ihrer Kunden. Halten Sie immer einen „Plan B“ bereit, um schnell auf unvorhergesehene Dinge reagieren zu können.
  5. Der Schein der hohen Einkünfte trügt. Anders als bei Angestellten erhalten Sie als Selbstständiger immer die vollen Geldbeträge sofort auf Ihr Konto. Transferieren Sie daher einen großen Teil Ihrer Einnahmen als Rücklage – ideal sind 50% – auf ein separates Konto. Denn Steuern, Abgaben und Beiträge (Finanzamt, Gewerbesteuer, IHK, Berufsverbände, Krankenkassen, Lohnnebenkosten etc.) werden oftmals viel später in Form von Vorauszahlungen und Nachzahlungen erhoben.
  6. Halten Sie immer Ihre Zielgruppe fest im Auge. Der Bedarf Ihrer Kunden ist einem stetigen Wandel ausgelegt. Hier sollten Sie aktuelle Trends und Entwicklungen aufspüren, und am besten als einer der Ersten handeln.
  7. Bei der Wahl Ihres Firmennamens sollten Sie im Vorfeld klären, ob dieser bereits von einem Mitbewerber verwendet wird, und möglicherweise rechtlich geschützt ist. Dies gilt auch für die Registrierung von Domainnamen. Hier sollten Sie die Nennung von bestehenden Marken tunlichst vermeiden. Es drohen sonst teuere Abmahnungen und Rechtsverfahren!
  8. Informieren Sie sich im Vorfeld über staatliche Zuschüsse und Förderungen, bevor Sie vorschnell auf übliche Bankkredite zurückgreifen. Bund und Länder halten oftmals interessante und zinsgünstige Darlehen für Existenzgründer bereit.
  9. Greifen Sie auf Beratungsangebote der IHK und Arbeitsagenturen zurück. Allgemeine und berufsspezifische Gründerberatungen sind enorm wichtig und geben Ihnen wertvolle Hinweise und Tipps.
  10. Ist Ihr Lebenspartner oder Ehegatte selbst berufstätig, sollte dieser seinen Beruf nicht sofort aufgeben, um mit Ihnen zusammen die Selbstständigkeit aufzubauen. Zwar ist dies am Anfang aus Arbeits- und Kostengründen sinnvoll, dennoch sollten Sie erst einmal abwarten, wie sich Ihr Einkommen entwickelt. Unter Umständen sind Sie am Anfang oder in bestimmten Situationen auf das sichere Einkommen Ihres Partners angewiesen.
  11. Kümmern Sie sich rechtzeitig um Versicherungsschutz in Form einer Haftpflichtversicherung und der Absicherung möglicher Sachwerte.
  12. Als Selbstständiger sind Sie nicht mehr Kraft Gesetzes über Ihre Krankenkasse versichert. Sie müssen diese über die Selbstständigkeit rechtzeitig informieren. Es besteht nunmehr das Wahlrecht zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Letztere hat den Vorteil der besseren medizinschen Versorgung und günstigen, einkommensunabhängigen Beiträgen. Fordern Sie hier im Vorfeld einen kostenlosen Versicherungsvergleich an.

Quelle: www.selbstaendig.de

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